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Sardellen

Sardellen sind die kleinen Geschwister der Sardinen. Sie gehören der Gattung Heringe an.
Sie sind eher klein mit einer Länge von ca. 15 cm und haben einen unterständigen Mund. Sardellen haben nur eine Rückenflosse und eine gegabelte Schwanzflosse. Ihre Flossen sind sehr weich. Leicht erkennbar sind sie an ihrem dunklen Rücken und dem silberfarbenen Band an der Flanke.

Einige Arten haben ein vollständig entwickeltes Gebiss, bei anderen fehlen die Zähne komplett.
Ihr Lebensraum befindet sich rund um die marokkanische Atlantikküste, im Mittelmeer sowie am Schwarzen Meer und auch in der Nordsee, dort sind sie allerdings weniger häufig anzutreffen. Am Schwarzen Meer gilt die Heringsart sogar als Delikatesse.
Gefangen werden sie mit großen Freiwassernetzen hauptsächlich vor den Küsten Portugals, Spaniens und Italien, da sie dort in sehr großen Schwärmen auftreten.

Klein und gesund

Sardellen haben einen hohen Eiweißgehalt und enthalten viel Wasser. Für Diabetiker sind sie sehr geeignet, da ihr Brotwert bei 0 liegt. Sie sind sehr kalorienarm, und ihr minimaler Fettwert mit 4,5 g ist gesund, da es sich hier um ungesättigte Fettsäuren handelt.
Sardellen haben 7 verschiedene Vitamine und 6 Mineralstoffe, wie z.B. Riboflavin, Calcium und Magnesium.

Aus der Art geschlagen

Von den insgesamt 140 Arten gibt es eine, die sich von den herkömmlichen unterscheidet. Dies sind die sizilianischen Sardellen. Sie sind rosiger und haben ein saftigeres Fleisch, was daran liegt, dass sie noch am selben Tag von Hand ausgenommen und in Meersalz eingelegt werden. Da sie fester sind, behalten sie ihr Aroma aus dem Meer und schmecken so sehr angenehm. Europäische Sardellen lassen sich zu Anchovis weiter verarbeiten.

Verwendung

Sardellen finden auch oft Verwendung im grünen Salat.

Sardellen finden auch oft Verwendung im grünen Salat.

Sardellen werden bei der Verwendung und Zubereitung unterteilt. Die europäischen Fische gelten als Speisefische und werden meist zu Konserven verarbeitet oder als Anchovis angeboten. Üblich ist das Einlegen in Salz oder Öl, aus ihnen wird in der Regel Sardellenpaste oder Sardellenringe gemacht. Sie können auch frittiert oder gebraten werden, denn durch ihren intensiven Geschmack entfaltet sich so das volle Aroma und sie werden zu einer echten Delikatesse.
Ebenfalls sehr beliebt sind Sardellen in Salaten, da sie ihn würziger und somit schmackhafter machen; mittlerweile sind auch Pizzafreunde auf den Geschmack von Pizza mit Sardellen gekommen.
Sardellen, die an der südamerikanischen Küste gefangen wurden, werden weitesgehend zu Fischöl und Fischmehl verarbeitet. Aus dem Fischmehl werden Pellets für unter anderem die Lachsfütterung hergestellt.